Müden Augen den Kampf ansagen!

Das Augentraining setzt darauf, die einseitige Belastung bei der Bildschirmarbeit zu minimieren. Die Übungen stärken die Augenmuskeln, machen sie fit und beugen damit der Verschlechterung der Sehkraft und häufigen Kopfschmerzen vor.

Wer viel an, Computer-Bildschirm arbeitet, kennt das Problem: Irgendwann werden die Augen müde, sie beginnen zu brennen und zu schmerzen. Und manchmal flimmert alles und die Buchstaben verschwimmen. Verwunderlich sind die Beschwerden nicht. Unsere Augen sind eigentlich dafür gemacht, indirektes Licht aufzunehmen. Sitzen wir am Bildschirm, schauen wir aber ständig in eine hinterleuchtete Lichtquelle. Das ist sehr anstrengend für die Augen und kann die Sehleistung beeinträchtigen. Beim ständigen Blick auf kurze Distanz können sich die Augenmuskeln verspannen. Schauen wir dann in die Ferne, ist für gewisse Zeit alles unscharf – Fachleute sprechen von „Künstlicher Kurzsichtigkeit”. Zudem blinzeln Bildschirmarbeiter*innen zu wenig. Sie tun es nur noch fünfmal pro Minute. Normal aber wären ungefähr 20 mal, und das aus gutem Grund: Der häufige Lidschlag hält die Augen feucht und die Hornhaut frei von Staubpartikeln. Ob Bildschirmarbeit die Sehleistung auf Dauer verschlechtert, wird häufig diskutiert, eindeutige Belege gibt es bislang nicht. Auch umstritten sind Aussagen, wonach Augentraining Fehlsichtigkeit vorbeugen oder Kurzsichtigkeit heilen kann. Klar ist aber: Sehtraining kann angestrengte Augen entlasten und lassen sich leicht in den Alltag einbauen.

+ Häufiges blinzeln! Es beugt trockenen Augen vor.
+ Zur Entspannung: Handflächen warm reiben, leicht gewölbt auf die geschlossenen Augen legen und etwa 1 Minute liegen lassen.
+ Den Akupressurpunkt, wo die Brille auf der Nase sitzt, mit Daumen und Zeigefinger massieren. Hilft gegen Müdigkeit und wirkt belebend.
+ Mit geschlossenen Augen eine imaginäre Acht mit dem Auge nachfahren. Darauf achten, dass der Nacken locker bleibt. Auch hilfreich: Die Augen rollen – nach oben, unten, links und rechts.
+ Hilfreich fürs Sehartsehen: Abwechselnd einen Gegenstand in der Ferne und einen in der Nähe ins Visier nehmen.
+ Gut für die Tiefenschärfe: Die Hände zu einem Fernglas formen und in der Ferne einen Gegenstand fixieren.

Müden Augen den Kampf ansagen

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